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Der Hellbrunnen

Im Zuge der Beseitigung eines Wasserschadens im Bürgersteigbereich gegenüber dem Rathaus ist der alte zentrale Dorfbrunnen wieder entdeckt worden. Dieser sogenannte „Hellbrunnen“ war die ursprüngliche Ortsmitte und Lebensader von Duchroth. Hier wurde bis in die 50er Jahre ein großer Teil des Duchrother Wasserbedarfs direkt gedeckt. An ihn schließt sich die „Wassergasse“ an, durch die das gesamte Abwasser früher bergabwärts aus dem Dorf floss. Im Zuge der Wasserleitungs-, Straßenbau- und Kanalisationsmaßnahmen in den 60er und 70er Jahren wurde der Brunnen zugeschüttet.

Bei der „Wiederentdeckung“ im Jahre 2002 entstand sofort großes Interesse in der Bevölkerung, diesen zentralen Punkt möglichst originalgetreu wieder an Tageslicht zu holen. Der Brunnen führt natürliches Wasser. Der Name „Hellbrunnen“ ist ein Hinweis auf die hervorragende Wasserqualität dieses Brunnens. Während bei vielen Hausbrunnen durch die Nähe von Vieh, Stall und Misthaufen mit Jauchegruben das Wasser bisweilen verunreinigt und eingetrübt sein konnte, lieferte der in der Ortsmitte gelegene Hellbrunnen stets klares Wasser. Das saubere – also „helle“ – Wasser gab dem Brunnen seinen Namen. Aber nicht nur die Wasserqualität, sondern auch die große Wassermenge gaben ihm eine besondere Bedeutung für das Dorf und seine Bewohner.

Der Hellbrunnen war größer und tiefer als die meisten anderen und gewährleistete deshalb auch in den trockenen Sommermonaten eine ausreichende Wasserversorgung. Seine wichtige Funktion behielt er bis in die 60er Jahre, als die zentrale Wasserversorgung eingeführt wurde. Zur Durchsetzung des Anschluss- und Benutzungszwangs wurden die meisten Duchrother Brunnen unbrauchbar gemacht.

Der Hellbrunnen teilte das Schicksal der gezielten Zerstörung mit den zahlreichen anderen Brunnen. Bei der Wiederherstellung kam erschwerend dazu, dass die L 235, die heutige Naheweinstraße, im Zuge ihres Neuausbaus verbreitert wurde mit der Folge, dass sich ein Teil des Brunnenkörpers (fast die Hälfte) heute im Straßenraum befindet.

All diese Probleme konnten durch den persönlichen Einsatz insbesondere der Familien Udo Frick und Werner Lindemann gelöst werden, so dass der Hellbrunnen heute wieder originalgetreu seinen Platz einnimmt.

Werner Lindemann hat sich hierbei besonders verdient gemacht. Von ihm ging nicht nur die Initiative für die Wiederherstellung aus, er hat auch mit seinem intensiven Arbeitseinsatz und seinem beruflichen Können die Grundlage dafür geschaffen, dass der Brunnen wieder in Betrieb genommen werden konnte.

Der heutige Hellbrunnen ist nicht nur ein Schmuckstück für unser Dorf, er erinnert auch an das vorbildliche ehrenamtliche Wirken von Werner Lindemann.